Nach dem ersten Sieg am siebten Spieltag gegen Anrath wollte die Zweite nunmehr zu Hause gegen Dormagen nachlegen – schließlich wurde endlich einmal wieder mit Sebastian angetreten, wodurch Kevin und Rene wieder das mittlere Paarkreuz bekleiden durften. Simon und Tim folgten für unten, wo diesmal vermutlich wieder einige Punkte erspielt werden mussten. Denn das gegnerische obere Paarkreuz bestand aus zwei Brüdern um die 1800 TTR-Punkte, während unsere Mitte nicht dafür bekannt ist, den Knoten platzen zu lassen…

Leider sollten uns aber bereits die Doppel einen Strich durch die Rechnung machen, nachdem einmal mehr kreativ aufgestellt wurde. Als keine Konstellation so recht gefallen wollte, wurden erneut Leupold/Lüngen aufgestellt. Leider war dies nicht der Tag des Zweitgenannten und bisherigen Shootingstars der Saison. Die Topspin-Quote ließ stark zu wünschen übrig, das Doppel ging aber trotzdem nur um einen Hauch verloren. Auf zwei schnelle solide Sätze folgte ein deutlicher Einbruch, ein 6:10 im Fünften, eine Aufholjagd, mal wieder nicht genutzte Matchbälle und letztlich ein 12:14 im Decider. Jonas/Neussen verloren ihre Paarung indes in den ersten beiden Durchgängen unglücklich, denn diese gingen jeweils in der Verlängerung weg. Die folgenden beiden Sätze wurden geteilt, sodass ein 1:3 zu Buche stand. Mesken/Möller gaben nach 2:1 Führung auch noch mit 2:3 ab, sodass der Fehlstart perfekt war…

Nun war es an Daniel und Sebastian, die beiden hochdotierten Gebrüder Odelga zu schlagen. Unsere topgesetzten Spieler stellten sich auch beide vielversprechend an und erspielten sich im Fünften jeweils einige Matchbälle. Während Daniel nach einer kämpferisch starken Leistung mit dem Sieg krönte, wollte für Sebastian nach 10:7 kein Punktgewinn mehr gelingen. Das war jammerschade, da Kevin, welcher vorzuziehen gedachte, derweil bereits gegen Goebbels mit 3:1 obsiegt hatte. Unser Angriffsmonster Jonas hatte also nach dem Fehlstart das 3:3 auf dem Schläger, vergab diese Chance nach fünf starken Sätzen jedoch, was zu einer sehr bitteren Niederlage führte. In der zweiten Einzelrunde gab Sebastian schnell gegen den anderen Bruder ab, während Daniel nach unglücklichem 0:2 Rückstand, späterem Satzausgleich und 8:8 Zwischenstand im Fünften mit Pech ein hochklassiges Match verlor. Das notorische Unglück zeichnete sich schon ab, als der gegnerische Primus den ersten Satz mit Punktgewinnen gegen den Satzverlust und zum Satzgewinn (also bei 9:10 und 11:10) jeweils mit hundsgemeinen Netzrollern erspielte. Bei 8:8 im Fünften schlug das Schicksal nach furioser Aufholjagd erneut zu, am Ende stand ein 10:12, 11:13, 11:6, 11:7, 8:11.

Rene war an diesem Abend leider nur ein Satzgewinn vergönnt, sodass Kevin die Ehre der Mitte zu erhalten oblag. Nachdem er zunächst den Saisonbeginn vollkommen verschlafen hatte, zündete er gegen Anrath endlich die Mesken-Rakete. So gelang ihm auch an diesem Abend die Verteidigung eines 2:2 in der Mitte, indem er gegen den unangenehmen Noppenspieler Pollmeier mit 3:0 die Oberhand behielt. Kevboy wollte noch auf eine private Feier und hatte den Gegner höflich um Erlaubnis gefragt, das zweite Einzel vorzuziehen. Vielleicht sollte man in Erwägung ziehen, ihn immer auf einer Party einzuladen, um genügend Motivation zu erzielen, schnell und erfolgreich durch die Einzel zu marschieren.

Nach alledem ergibt die Hochrechnung aber dennoch, dass die Hoffnungen schwanden. Und das untere Paarkreuz ist leider nicht das, was es einmal war. Denn so wurde unsere einstige Bank Simon, dessen Familie mit Kind und Kegel angereist war, selbst dadurch nicht genügend gepusht. Zwar behielt er noch die Oberhand in einem schwachen Spiel gegen ‚Wolle‘ oder auch Frank Wollweber geheißen. Während jedoch Tim gegen besagten Wollweber zum Schluss bereits ins Hintertreffen geraten war, verlor Simon in der zweiten Einzelrunde enttäuschend mit 0:3 gegen Claus. Diesen hatte Tim vorher zu seiner Ehrenrettung in einem merkwürdigen Spiel mit 3:2 besiegt (+2,+5,-9,-9,+1 !). Die schmeichelhafte Bilanz im unteren Paarkreuz mit 2:1 (nebst Option auf ein 2:2, denn Tim lag vor dem Abbruch des letzten Einzels mit 0:2 zurück) konnte also das Ruder auch nicht mehr herumreißen…

Unter’m Strich steht ein Resultat von 5:9 gegen ein Team in der Tabellenmitte, welches auch genau so (nämlich mittelmäßig stark) einzuschätzen sein dürfte. Keine Topmannschaft, aber eben immer noch zu stark für uns. Bedauerlicherweise müssen wir uns damit weiterhin am untersten Boden der Tabelle orientieren. Bereits am Freitag könnten wir jedoch ein Zeichen setzen und versuchen, den Tabellenletzten zu schlagen, was bestenfalls nicht erst im Schlussdoppel möglich sein sollte. Dies könnte das Selbstbewusstsein der Mannschaft stärken und nicht zuletzt zwei immens wichtige Punkte beisteuern. Der Dank des ganzen Vereins geht derweil an die diesseits besten Spieler des Abends Kevin und Daniel.